Adler fragt.. Trainer André Marcussen

Aktualisiert: Mai 13

In der neuen Interviewreihe "Adler fragt.." laden wir einmal in der Woche jeweils einen neuen Gast in den Adlerhorst ein, um ihm einige Fragen zu stellen.

In der ersten Ausgabe hat der Trainer der 1. Mannschaft, André Marcussen, die Ehre, dieses Format zu eröffnen. Hier das Interview:


Adler: Hallo Coach! Zuerst das Wichtigste: Wie geht es dir und deiner Familie in dieser besonderen und schwierigen Situation?


Marcussen: Soweit alles gut, danke der Nachfrage. Aber wenn ich ehrlich bin, kommt mir die Coronakrise sogar etwas gelegen, da in meiner bisherigen Wohnung Eigenbedarf gemeldet wurde. Nun werde ich mit meiner Freundin in ein Haus ziehen und dort ist noch einiges zu erledigen. Dennoch merke ich, dass der Fußball als Ausgleich fehlt!


Adler: Was vermisst du am meisten während der Zeit, in der ihr nicht auf die geliebte rote Asche dürft?


Marcussen: Meine Spieler und das Umfeld fehlen mit schon sehr und ich glaube auch, dass meine Freundin manchmal ziemlich froh wäre, wenn Fußball sein würde (lacht). Aber wie bereits gesagt, so schaffen wir zusammen viel für unser neues Haus. Mit dem Vorstand stehe ich darüberhinaus oft telefonisch in Kontakt.


Adler: Du hast während der Pause bewusst auf einen Trainings- bzw. Laufplan verzichtet. Glaubst du, dass deine Mannschaft auch so genug im läuferischen Bereich macht?


Marcussen: Gesundheit geht vor! Es ist für alle eine ungewohnte Situation. Gerade weil wir nicht wissen, wann die neue Saison beginnen wird, bringt es nichts zu früh loszulegen. Fakt ist dennoch, dass alle Spieler auf dem gleichen athletischen Stand gebracht werden, sobald wir wissen, wann die neue Saison beginnt. Das wird dann aber über die Trainingseinheiten passieren, in denen vor allem der konditionelle Aspekt im Vordergrund steht. Danach hoffe ich, dass wir uns auf den technischen und taktischen Bereich fokussieren können! Dennoch habe ich bei meiner Mannschaft keine Bedenken, dass sie zu wenig macht, die sind charakterlich alle einwandfrei!


Adler: Du und deine Mannschaft wurden von der Presse als "Mannschaft der Stunde"bezeichnet. Wie ärgerlich ist es dann, diese Zwangspause zu haben?


Marcussen: Es war mir bewusst, dass diese Saison nicht leicht wird. Gerade deswegen kommt die Entwicklung der Mannschaft für mich schon überraschend früh. Das hat mich sehr gefreut und gezeigt, dass wir an den richtigen Schrauben gedreht haben. Deshalb ist es mir auch nicht schwer gefallen frühzeitig zu verlängern. Ich sehe immer noch viel Luft nach oben und ich bin auch davon überzeugt, dass wir auch ohne Corona nichts mit dem Abstieg zu tun gehabt hätten. Klar ist aber auch, dass wir noch das ein oder andere Spiel verloren hätten, aber auch das wäre förderlich für unsere Entwicklung gewesen. Dennoch haben wir alleine in der angefangenen Rückrunde mehr Punkte geholt als in der gesamten Hinrunde!


Adler: Der Saisonabbruch ist quasi nur noch eine Formalität. Wie fällt daher dein Fazit zu deiner ersten Saison hier bei Adler aus?


Marcussen: Am Anfang der Saison war es für den Verein nicht leicht, da niemand wirklich wusste, wie es denn nun weitergehen wird. Natürlich haben wir auch einen mehr als schlechten Start hingelegt. Dennoch habe ich nie an der Mannschaft gezweifelt, weil die Stimmung selbst in dieser unglaublich schwierigen Phase immer positiv war. Da wurde mir auch immer bewusster, dass ich etwas aus dieser Mannschaft formen kann. Somit kann ich getrost sagen, dass das Umfeld stimmt, mit dem Vorstand alles super läuft und es mit der Mannschaft einen riesen Spaß macht zu arbeiten! Deswegen bereue ich den Schritt zur Adler auf keinen Fall! Auch klar ist aber, das noch einiges an Arbeit vor uns liegt und noch einige Projekte, nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz, auf dem Plan stehen.


Adler: Um kurz auf die neue Saison zu kommen: Wer bleibt, wer geht? Führt der Verein bereits Gespräche mit potenziellen Neuzugängen?


Marcussen: Im Grunde steht die Mannschaft bereits zu 95%, es wird sich also nicht sehr viel verändern. Dennoch stehe ich mit einigen Spielern in Kontakt und ich kann sagen, dass die eine oder andere Überraschung möglich sein könnte.


Adler: Zum Ende jedes Interviews werden noch drei "entweder, oder" Fragen gestellt. Hier sind deine: Guardiola oder Klopp? 1:0 oder 5:4? Bier oder Wein?


Marcussen: Kurze Fragen, dann gibt es auch nur kurze und schnelle Antworten (lacht). Klopp, 5:4 und Bier, allerdings nur mit Cola.


Adler: Vielen Dank für das Interview Coach und bleib gesund!