Adler fragt.. Tom Gubini

In der heutigen Ausgabe blicken wir mit Tom Gubini, Spieler der 1. Mannschaft, auf seine sportliche Karriere zurück, schauen aber wie immer auch ein wenig in die Zukunft.

Hier das Interview:


Adler: Hallo Tom, wie immer vorneweg: Wie geht es dir und deiner Familie in dieser Zeit?


Gubini: Uns geht es allen gut, danke der Nachfrage. Aber es ist schon außergewöhnlich. Durch die Corona-Krise sind aber leider auch die Universitäten geschlossen, sodass ich aktuell alle Sachen von zu Hause erledigen muss. Das heißt, dass ich alle Vorlesungen online verfolgen muss, was auf Dauer etwas anstrengend ist, weil die Ablenkung zu Hause doch recht groß ist. Selbst Klausuren werden teilweise von zu Hause geschrieben. Ich hoffe, dass es bald wieder möglich ist, Präsenzveranstaltungen abhalten zu können. Außerdem fehlt der Fußball aus Ausgleich doch sehr!


Adler: Blicken wir ein wenig auf deine Karriere zurück. Du hast bei Adler mit dem Fußballspielen begonnen, kannst du dich daran noch erinnern?


Gubini: Genau erinnern kann ich mich nicht, ich weiß aber, dass es 2001 gewesen sein muss, als ich bei Adler angefangen habe. Zuerst sogar im Feld, aber dann bin ich relativ schnell ins Tor gewechselt. Den genauen Grund dafür weiß ich gar nicht mehr. Ich erinnere mich aber daran, dass wir mit unserem Jugendtrainer Andreas Klink immer in der selben Ecke des Ascheplatzes trainiert haben. Auch die Kabinen sehen heute noch immer so aus wie damals (lacht).


Adler: Du bist dann über die SG Wattenscheid 09 zum MSV Duisburg gewechselt und hast dort deinen Großteil der Jugend verbracht. Wie kam es dazu?


Gubini: Wir haben damals schon eine super Mannschaft bei Adler gehabt und waren die erfolgreichste Jugendmannschaft in der Stadt. Wir haben mehrfach hintereinander die Stadtmeisterschaft gewonnen und auch in der Liga immer eine gute Rolle gespielt. Grund dafür war sicherlich, dass wir immer die gleichen Spieler gehabt haben und auch unsere Eltern sich super verstanden haben und zu jedem Turnier, egal wie weit weg, zahlreich mitgekommen sind. Durch den Erfolg mit der Mannschaft bin ich dann irgendwann in der D-Jugend zur Kreisauswahl eingeladen worden. Mit dieser haben wir dann ein Turnier in Selm gespielt, wo ein Trainer von Wattenscheid war. Scheinbar habe ich diesen überzeugt und daraufhin bin ich zu einem Probetraining in Wattenscheid eingeladen worden. Das verlief auch gut und so bin ich in Wattenscheid gelandet. Das war auch noch in der D-Jugend. Zur C-Jugend kam dann das Angebot aus Duisburg, gegen die wir oft im Reviercup gespielt haben. Ich habe natürlich nicht lange gezögert und zugesagt. Zuerst verlief es in Duisburg nicht wie geplant und ich habe nicht oft gespielt und wenn, dann nur in der U16 (Niederrheinliga) und nicht in der U15 Regionalliga. Dennoch bin ich dann als Jungjahrgang in der U17 Bundesliga-Mannschaft gelandet, weil ich gegen Ende der Saison doch öfter gespielt habe. Anschließend konnte ich mich auch dort durchsetzen und habe in der U17 und U19 Bundesliga insgesamt 64 Spiele gemacht.


Adler: Anschließend bist du zu Rot-Weiss Essen in die Regionalliga gewechselt. Wie lief es dann weiter?


Gubini: Zuerst muss ich sagen, dass mein letztes U19 Jahr sehr gut gelaufen ist und ich regelmäßig am Training der Profimannschaft in Duisburg teilgenommen habe. Ich durfte sogar in der dritten Liga bei einigen Meisterschaftsspielen auf der Bank dabei sein. Das waren richtige Highlights für mich als Jugendspieler. Nach der Saison bin ich dann jedoch trotzdem nach Essen gewechselt, da ich dort die größere sportliche Perspektive im Seniorenbereich gesehen habe. Im Allgemeinen muss ich aber auch sagen, dass in Essen kein Regionalliga-Niveau herrscht, sondern dort mindestens ein dritte Liga-Standard ist. Alleine das Stadion ist so groß wie manch Zweitligastadion und es sind immer ca. 10.000 Fans dort gewesen. Das war schon der Wahnsinn. Leider habe ich mich direkt in der ersten Saison nach wenigen Monaten im Training an der Hand verletzt (Kahnbeinbruch). Daraufhin wurde ich operiert und habe eine lange Reha gehabt. Leider ohne den gewünschten Erfolg, so kann ich die Hand bis heute nicht vollständig belasten. Daraufhin ist mein Vertrag aufgelöst worden und ich habe mich voll und ganz auf mein Studium konzentriert.


Adler: Nach deiner Zeit bei Essen hast du auch eine Saison bei Teutonia Schalke, mittlerweile als Feldspieler, gespielt. Wie kam es dann zu deiner Rückkehr zu Adler?


Gubini: Der Kontakt kam über Andreas Klink, also meinem alten Jugendtrainer, zustande. Andreas ist gerade Trainer der 1. Mannschaft bei Adler geworden und hat mich einfach gefragt, ob ich nicht Lust hätte wieder zurückzukommen. Da bei Teutonia die Planungen etwas ins Stocken geraten sind, habe ich nicht lang überlegt und zugesagt. Es war ja auch ein Stück weit ein nach Hause kommen. Viele Gesichter kenne ich noch von damals und sogar ein paar Spieler sind noch da, mit denen ich schon in der Mini-F zusammengespielt habe. Auch den Vorstand kenne ich noch von früher. So hat sich der Kreis geschlossen und ich bereue es nicht ein bisschen.


Adler: Blicken wir ein wenig in die Zukunft. Was möchtest du mit der Adler erreichen?


Gubini: Mit der 1. Mannschaft möchte ich mich möglichst schnell im Mittelfeld der Kreisliga A etablieren. Dafür muss aber erst noch einiges an Schweiß fließen, denn es wird ein langer Weg werden.

Aber generell möchte ich, dass es ein wenig so wird wie früher. Ich erinnere mich gerne an die Zeiten mit den vielen Jugendmannschaften und unseren Veranstaltungen, wie ein großes Osterfeuer am Platz. Das war ein Vereinsleben, wie man es sich vorstellt. Leider sind viele Jugendliche und Kinder abgeneigt auf der Asche zu spielen und gehen lieber nach Rentfort oder Preußen, da diese den Standortvorteil durch den Kunstrasen haben. Da können wir mit unserer Asche einfach nicht mithalten. Mit einem Kunstrasen würde es sicherlich anders aussehen und wir hätten die eine oder andere Jugendmannschaft. Vielleicht wäre diese sogar so erfolgreich wie wir damals (lacht). Aber im Ernst, sowas wäre echt wieder schön, wenn es das bei Adler geben würde!


Adler: Zum Abschluss wie immer unsere entweder-oder Fragen: Klopp oder Guardiola? 1:0 oder 5:4? Bier oder Wein?


Gubini: Guardiola, da er den ansehnlichsten Fußball spielen lässt. 1:0, da ich Gegentore als Verteidiger und ehemaliger Torwart hasse. Bier, weil es leckerer schmeckt als Wein.


Adler: Vielen Dank für den Rückblick auf deine Karriere und weiterhin viel Gesundheit!