Adler fragt.. Andreas Klink

Aktualisiert: Juli 20

Für die neueste Ausgabe haben wir uns mit Andreas Klink, ehemaliger Trainer der 1. Mannschaft, im Adlerhorst getroffen. Mit ihm blicken wir ein wenig in die alten Zeiten bei Adler zurück. Hier das Interview:


Adler: Hallo Andreas, wie immer zuerst: Wie geht es dir und deiner Familie in der aktuellen Situation?


Klink: Uns geht es der Situation entsprechend gut. Wir bekommen zwar langsam einen Lagerkoller, ansonsten geht es uns aber echt gut. Die Zeit zu Hause habe ich genutzt, um viele Projekte in meinem Haus und meinem Garten fertigzustellen. Glücklicherweise haben wir die Krise alle gesund bis hier hin überstanden. Auch in der Familie sind alle gesund geblieben.


Adler: Du hast dein Trainerleben im Jahr 2000 bei der Adler begonnen. Wie kam es damals dazu?


Klink: Mein Sohn hat sich im Alter von vier Jahren, als Mini-F-Spieler, dem Verein angeschlossen. Daraufhin hat mich der damalige Trainer gefragt, ob ich ihn nicht ein wenig unterstützen möchte. Allerdings kam es dann nach kurzer Zeit dazu, dass ich das Amt alleine übernommen habe, da der Trainer beruflich mehr eingespannt wurde. So begann meine Zeit als Jugendtrainer. Mehr durch einen Zufall als gewollt (lacht).


Adler: Mit deiner Mannschaft hast du damals das Stadtgebiet in der Altersklasse beherrscht. Mehrfach hintereinander wurdet ihr Stadtmeister und habt auch im Kreis eine ordentliche Rolle gespeilt. Was ist deiner Meinung nach der Grund dafür gewesen?


Klink: Ich habe immer nach dem Kredo gehandelt, dass die Mannschaft nur so gut ist wie der schwächste Spieler. Deshalb habe ich immer darauf geachtet, dass die Einheit im Vordergrund stand und die Spieler sich dennoch eigenständig entwickelt haben. Aber auch außerhalb der Mannschaft gab es viel Unterstützung. Alle Eltern haben ihre Kinder ohne Bedingung unterstützt und sind mit uns zu allen Spielen und Turnieren gefahren, egal wo. So sind wahre Freundschaften entstanden.


Adler: Nach vielen Jahren bist du dann von Adler weggegangen und hast dich Horst 08 angeschlossen. Warum?


Klink: Wir, damit meine ich auch Teile der Mannschaft, mussten uns nach besseren Bedingungen umschauen, um im Leistungsbereich Fuß zu fassen. Somit war das Angebot von Horst 08 in der C-Jugend Bezirksliga auf einem Kunstrasen zu spielen zu verlockend. Es gab dort für uns die Möglichkeit überkreislich zu spielen und auf dem Kunstrasen zu trainieren. So waren die sportlichen Möglichkeiten ganz andere als bei Adler.


Adler: Als Jugendtrainer hast du einige Erfolge gefeiert. Welche waren zurückblickend die größten für dich?


Klink: Wir sind in der B-Jugend Kreispokalsieger geworden und haben uns damit für den Westfalenpokal qualifiziert. Dort sind wir als einziger Bezirksligist bis ins Achtelfinale vorgedrungen und mussten uns dann erst dem VFL Bochum mit dem damaligen Kapitän Leon Goretzka geschlagen geben. Das Spiel endete denkbar knapp 4:3 für Bochum, obwohl wir zweimal in Führung waren. Das ist ein Spiel, an das ich bis heute denke.


Adler: Heute sieht man dich wieder im Kröger Park. Was hat dich wieder nach Adler gebracht?


Klink: Nach einer langer komplett ohne Fußball bin ich durch meinen Sohn, der wieder zu Adler zurückgewechselt ist, als Zuschauer zu den Spielen gegangen und habe den Aufstieg in die Kreisliga A verfolgt. Nachdem der damalige Trainer nicht verlängert hat, ist der Verein an mich heran getreten und hat mich gefragt, ob ich es mir vorstellen kann Trainer der 1. Mannschaft zu werden. So bin ich für eine Saison aktiv an die Seitenlinie zurückgekehrt. Dadurch, dass meine Freundin als Grillfrau aktiv ist und mein Vater das Vereinsheim führt, bin ich im Verein nun mehr außerhalb des Platzes aktiv und übernehme die eine oder andere Aufgabe, so wie die Vermietung.


Adler: Zum Abschluss unsere Standardfragen: Klopp oder Guardiola? 1:0 oder 5:4? Bier oder Wein?


Klink: Guardiola, denn ich habe seine Biographie gelesen und finde, dass er ein genialer Trainer ist. 5:4, denn es macht mehr Spaß und es geht hin und her. Bier, aber Wein ist auch lecker.


Adler: Dann danken wir dir für das ausführliche Interview und wünschen dir weiterhin alles Gute und vor allem Gesundheit!