Adler fragt.. Alex Konradi

Für die aktuelle Ausgabe von "Adler fragt.." haben wir mit Alex Konradi, dem Kapitän der 1. Mannschaft, gesprochen. In dem Interview blicken wir mit dem Adler-Urgestein auf alte Tage zurück, aber schauen auch in die Zukunft.

Hier das Interview:

Adler: Hallo Alex, auch wenn nun die ersten Lockerungen veranlasst wurden, natürlich zuerst die Frage nach der Gesundheit. Wie geht es dir und deiner Familie?

Konradi: Mir geht es soweit ganz gut. Ich habe ein schönes langes Pfingstwochenende mit meiner Freundin in Otterndorf an der Elbe verbracht. Das Wetter war natürlich super und es war vor allem auch eine Ablenkung von dem Alltag in der Corona-Zeit. Meiner Freundin und Familie geht es soweit auch gut, alle sind gesund und das ist auch das Wichtigste!

Adler: Das ist sehr schön zu hören. Kommen wir zum Sportlichen. Du bist seit über 20 Jahren bei der Adler und hast noch nie woanders gespielt. Weißt du noch wie dein erstes Training war? Wer war dein erster Trainer? Und warum hast du nie den Verein gewechselt?

Konradi: Das weiß ich gar nicht mehr genau (lacht). Das muss irgendwann 1998 oder 1999 gewesen sein. An mein erstes Training kann ich mich nicht mehr erinnern, aber ich glaube, dass es hinten links in der Ecke vom Ascheplatz war. Zu dieser Zeit gab es nicht viel Platz, da noch etliche andere Jugendmannschaften aktiv waren. Meine ersten Trainer hier bei der Adler waren, soweit ich mich erinnern kann, Jörg Waschkewitz und Jürgen Katzewski. Die beiden haben uns damals versucht das Fußballspielen beizubringen (lacht). Warum ich nie gewechselt bin? Das ist eigentlich einfach zu beantworten. Es hat einfach keinen Grund gegeben von Ellinghorst wegzugehen. Ich habe mich immer wohlgefühlt und fühle mich immer noch wohl, es ist halt sehr familiär hier.

Adler: Du bist also ein wahres Urgestein hier. Aktuell bist du damit natürlich auch der dienstälteste Spieler der 1. Mannschaft und hast schon einige Jahre im Seniorenbereich hinter dir. Was waren für dich die besondersten Momente in deiner Zeit bei Adler?

Konradi: Da gibt es auf jeden Fall einige! Vorneweg natürlich die beiden Aufstiege in die Kreisliga A (2015 und 2018). Beide waren super, aber der Aufstieg 2015 war noch ein bisschen besser, da er spannender war. Daran denke ich bis heute sehr gerne zurück.

Aber ich erinnere mich auch gerne daran, wie viel Leben damals in Adler Ellinghorst gesteckt hat. Auch an die gut aufgestellte Jugendabteilung denke ich noch oft. Außerdem wurden hier schon echt tolle Veranstaltungen organisiert, wie z.B. das Public Viewing bei der Europameisterschaft 2012.

Ich hoffe sehr, dass wir mit Adler irgendwann wieder dahin kommen!

Adler: Du hast auch schon einige Trainer hier erlebt. Welcher Trainer hat dich am meisten geprägt?

Konradi: Jeder Trainer hat uns als Mannschaft und mich persönlich ein bisschen weitergebracht, sei es als Mensch oder fußballerisch.

Fußballerisch waren es auf jeden Fall Miguel Perreira und Nordin Bouklata, die mich persönlich am meisten geprägt haben. Hervorheben muss ich aber auch auf sicherlich noch "den Trainer", Peter "Pittjes" Zültzke, der mich ebenfalls sehr geprägt hat und immer für die Adler da war, wenn er gebraucht wurde. Deshalb ist er ganz klar mein Favorit, wenn es um meinen Lieblingstrainer geht.

Adler: Kommen wir zu deiner aktuellen Mannschaft. Was sagst du zu dem Saisonverlauf und der Mannschaft an sich?

Konradi: Am Anfang der Saison habe ich mich ehrlich gefragt, was denn hier abgeht. Dennoch habe auch ich nicht daran gezweifelt, dass wir die Wende schaffen können. Alle haben uns als Absteiger Nr. 1 gesehen, aber ich wusste, dass wir nicht so schlecht sind und charakterlich eine super Truppe sind die nie aufsteckt. Auch in den schlechten Zeiten am Saisonbeginn waren wir immer mit mindestens 14 Spielern beim Training, ich glaube, das sagt schon genug über den Charakter aus. Dazu muss man bedenken, dass ein Großteil vorher in der Kreisliga C gespielt hat. Aber die Jungs haben sich extrem gut in der Kreisliga A eingelebt. Da muss ich Namen wie Carl Conzen. Lennart Keßen oder Stefan Wilhelmi hervorheben, die alle eine super Saison bis dato spielen und von der Erfahrung von anderen Spielern aus der Mannschaft sicherlich profitieren. Aber wie bereits gesagt, insgesamt passt die Chemie in der Mannschaft und deshalb wurden wir dafür auch belohnt.

Adler: Blicken wir ein wenig in die Zukunft. Was wünscht du dir in Zukunft noch von Adler Ellinghorst? Wirst du deine Karriere hier ausklingen lassen?

Konradi: Ich wünsche mir natürlich, dass wir irgendwann einmal für unsere Arbeit mit einem Kunstrasen beschenkt werden, denn ich denke, dass all die Mühen, wie z.B. die selbstgebaute Tribüne und das selbstgebaute Vereinsheim, mal belohnt werden sollte. Durch einen schönen Kunstrasen hier im Wald werden sicherlich auch wieder mehr Kinder aus Ellinghorst und der Umgebung zum Fußball kommen.

Zu dem Ende meiner Karriere kann ich jetzt einfach noch nichts sagen, dafür macht mir der Fußball zu viel Spaß und ich denke noch keine Sekunde an das Aufhören. Aber wenn alles so bleibt, dann kann ich mir durchaus vorstellen, mein ganzes Fußballleben hier bei der Adler zu verbringen!

Adler: Zum Abschluss unsere Standardfragen. Klopp oder Guardiola? 1:0 oder 5:4? Bier oder Wein?

Konradi: Klopp, weil er der beste Trainer ist. 5:4, weil ich dann hoffentlich 1-2 Tore gemacht habe. Bier, weil es einfach besser schmeckt, vor allem nach dem Training (lacht).

Adler: Dann bedanken wir uns bei unserem Kapitän für die Einblicke und wünschen dir weiterhin alles Gute und hoffen, dass die Saison bald losgehen kann.